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Nachlese zum zweiten PERLENFEST und Christines Geburtstagsparty

1. November 2010

Es war eine riesige Fete! Das Beste zuerst. Und das war nach einhelliger Meinung der über 100 Gäste, die 59 Flaschen Wein, 180 Flaschen Bier sowie einige Flaschen Wodka, Rum und Gin geleert und bis sieben Uhr morgens entsprechend ekstatisch getanzt haben, der Auftritt des Bildhauers, Galeristen, Filmausstatters und Musikers Todosch Schlopsnies. Hier nur der Anfang davon, das steigerte sich später noch zu einer kollektiven Urschrei-Therapie. 

Schalk und Hans-Dampf in allen Gassen:
Unser Partner Christian Eckert von Braumeister.tv, der Tonfabrik und Smart Media Technologies

Christian Eckert liest mit Joachim Bohnert dessen Revolutionstheaterstück
Entsorgung und Ende des Horatio Neath Viscount of Cardigan  

 Anette und Bussi-König Reinhard

Kurt, Reginald, Michael und eine unbekannte Schönheit an der Bar

Die Fotografin Susanne Schleyer, Inhaberin der Autorenarchivs

 

Karin Krautschick und Susanne Held erklären Die Deutschen aus diesen beiden Worten heraus 

Die Dichterin, Performerin und Poetry Slammerin Karin Krautschick 

Präsentation des ersten Smart Books – der Autor Alem Grabovac sitzt links von mir und sieht zum ersten Mal seinen Roman in diesem neuen Medienformat – und des ersten Prototyps unseres USB-Multiplug Sticks  

Wir stellten das erste Smart Book von Smart Media Technologies vor, der Firma, die wir im März 2010 aus dem Perlen Verlag heraus gegründet haben.  Dazu hatten wir den erotisch-philosophischen Roman Der 53. Brief von Alem Grabovac ausgewählt, den wir im Perlen Verlag 2009 als Hardcover mit Hörspiel-CD veröffentlicht hatten. Bisher produzieren wir Smart Books auf herkömmlichen USB-Sticks. Bei dieser Präsentation zeigten wir aber auch zum ersten Mal den Prototypen einer neuen Generation von USB-Sticks, den wir USB-Multiplug Stick nennen. Er hat drei USB-Stecker im Format Standard A, Mini- und Micro-USB, kann mit allen Geräten wie etwa Handys verbunden werden, die über die entsprechenden Buchsen verfügen, und leitet auch Ladestrom und Daten durch, wenn etwa ein PC an einer Seite und ein Smartphone an der anderen Seite angeschlossen ist.  

Todosch noch einmal in Action

Eindrücke im Morgengrauen: Eva, groß, schön und (nur fotografisch!) schon etwas unscharf

Es war toll! Das Geburtstagskind Christine war so glücklich wie wir alle. Wir haben uns auch sehr über eure vielen Dankes-Emails gefreut. Das ist für Berliner Verhältnisse schon ein Kompliment.

Also dann: bis nächstes Jahr!

Zu Besuch bei den neuen Nachbarn, den Suhrkamps

28. Januar 2010

Bei uns sind neue Nachbarn eingezogen. Die Suhrkamps. Von uns aus in der Schönhauser Allee, direkt hinter der legendären Currywurstbude Konopke, wo vor unseren Fenstern im zweiten Stock die U2 wie ein stählerner Drache aus der Erde herausschießt, sich über die große Kreuzung an der Eberswalder Straße erhebt und in Richtung Pankow verschwindet, sind es etwa dreihundert Meter, vorbei am Kaffeehaus Manolo an der Ecke Danziger Straße, das eigentlich auch nur eine Erweiterung unseres Büros ist, bis zum neuen Domizil der Suhrkamps in der Pappelallee.  Das ist unser Kiez, und deshalb wollten wir sie als Verlagskollegen willkommen heißen und ihnen gleich erzählen, warume es uns hier so gut gefällt. 

Im Bermudadreieck zwischen Kastanienallee, Lychener Straße und Pappelallee kann man tagelang verschwinden. Ist mir auch schon passiert. Danach ist man jedes Mal für eine Weile geläutert. Ich nenne es auch gerne den Montmartre des 21. Jahrhunderts. Während meiner Pariser Jahre habe ich eine Vorstellung davon bekommen, wie es früher am Montmarte gewesen sein muss, zur Zeit von Toulouse Lautrec oder später, etwa als Baise Cendrars 1934 an Henry Millers Tür klopfte, um ihm zu seinem gerade erschienenen Tropic of Cancer zu gratulieren, worauf die beiden, völlig pleite, ihre lebenslange Freundschaft mit einer mythischen Sauftour initiierten.  Das Berliner Pendant zu diesem Milieu und dieser Atmosphäre beschreibt unser Autor Alem Grabovac in seinem Roman Der 53. Brief. Man könnte ein schönes Ratespiel daraus machen, welche Bar das darin beschriebene Helsinki denn in Wirklichkeit ist. In fünfzig oder hundert Jahren werden hier jedenfalls ebenso Touristenbusse durchfahren und geübte Stadtführer werden die Besucher mit ihren Aufzählungen beeindrucken, welcher Autor, Theater- oder Filmemacher, Maler oder Galerist, Denker oder vielleicht sogar Verleger wo stand oder saß und welchen Stuss er am liebsten erzählte. Denn Männer die trinken wiederholen sich gerne. Im Unterschied zum Montmartre spielen die Frauen hier allerdings nicht nur ihre Rolle als Musen, obwohl es davon immer noch so viele gibt wie polierte Muscheln am Strand. Judith Hermann etwa bediente hier hinter der Bar, bevor sie berühmt wurde, Heike Makatsch lässt sich im Prater treiben und mischt sich zu später Stunde gerne unter’s Tresenvolk, und jetzt ist auch  Ulla Unseld-Berkéwicz hier angekommen, zusammen mit dem berühmtesten deutschen Verlag. Mal sehen, ob sie sich hier entspannen kann, denn in Frankfurt hat sie von Presse, Partnern und Autoren jahrelang Prügel bezogen. Keine Ahnung, ob das gerechtfertigt war oder nicht. Aber wer hier ankommt, der darf auch neu anfangen. Das haben viele von uns gemacht. Auch ich habe 1993  als politischer Flüchtling aus Bayern in der taz einen Asylantrag gestellt statt eine Wohnungsanzeige zu schalten. So landete ich in der Dimitroffstraße, wie die Danziger damals noch hieß, und wohnte als Untermieter beim ehemaligen kubanischen Kulturattachée in der DDR Evelio Perez-Perdomo, der sich als Bauarbeiter und Krankenpfleger durchschlug. Das ist eine weitere Parallele zum Montmartre, wo sich alle politischen und künstlerischen Exilanten Europas und Russlands versammelten, um die sagenhafte Freiheit während Frankreichs Dritter Republik für ihre Arbeit und ein ungehindertes Leben zu nutzen.

Die Ankunft der Suhrkamps im Prenzlauer Berg sollte für den Verlag jedenfalls ein voller Erfolg werden. Tout le monde war gekommen, der Andrang der etwa 500 Gäste war riesig und alle haben sich aufgekrückt, wie der echte Ostberliner sagen würde, der feine Pariser dagegen hätte sie eher endimanché genannt, was etwa eingesonntagt heißt - einigen wir uns auf herausgeputzt. Das ist durchaus bemerkenswert, denn das Verlags- und Autorenvolk kommt kleidungsmäßig gerne eher schluffig daher. Doch selbst Martin Walser, der den Verlag längst verlassen hat, oder etwa Uwe Tellkamp standen sauber und unauffällig gekleidet, ohne Kopfbedeckung und mit gefalteten Händen da, als die Messe gelesen wurde, ganz so wie brave Katholiken am Sonntagmorgen in ihrer Dorfkirche. Das ganze scheint auch die sonst-so-böse-böse Presse beeindruckt zu haben, denn  tags darauf gab es in den  vielen Artikel darüber, etwa in der Frankfurter Rundschau, der taz, dem Tagesspiegel, in DIE WELT, der FAZ und der NZZ, zum ersten Mal seit langer Zeit keine schiefen Töne.

Natürlich gingen Harald Steinhausen (Geschäftsleiter), Christine Noll (PR) und ich dort nicht mit leeren Händen hin. Harald hatte die Einladung noch am Vortag mit der Chefsekretärin klar gemacht, denn wir haben jetzt schon eine ganze Reihe von Themen, die wir mit Suhrkamp demnächst besprechen möchten. Es klingt vielleicht unbescheiden und ist es sicher auch [Bescheidenheit ist eine furchtbar überschätzte Tugend, ja, nicht einmal eine Tugend, sondern eher ein verkapptes Laster, ursprünglich eine Art moralischer Falschspielerei der protestantischen Pfeffersäcke, die beim Geldscheffeln lieber unbeobachtet sein wollen. Und ist es nicht die reine Täuschung und Unaufrichtigkeit, wenn jemand sein Vermögen oder seine Stärken verbirgt?], aber wir gehören schließlich zu den Leuten, wegen denen die Suhrkamps nach Berlin zurückgekehrt sind. Wir haben einige der Ideen und die Antworten, die sie in Frankfurt nicht finden konnten und jetzt hier suchen. Es sollte übrigens ein schöner Zufall sein, dass wir am Tag des Empfangs auch etwas zu feiern hatten. Denn in diesen Mittagsstunden wurden drei Patente, die wir in den vergangenen Monaten für unsere neue Firma Smart Media Technologies entwickelt hatten, endlich beim Patentamt eingereicht und somit offiziell angemeldet, eines davon weltweit. Alleine daraus ergeben sich neue verlegerische Gestaltungs- und Vertriebsmöglichkeiten, die wir anderen innovativen Verlagen wie etwa Suhrkamp anbieten werden.

Jedenfalls ging ich sofort in der Hufelandstraße gegenüber zum Blumenladen und gab dort ein Gebinde in Auftrag. Ich hatte eine genaue Vorstellung davon, wie es aussehen sollte. Am nächsten Tag, eine Stunde vor dem Empfang, holte ich das kleine Kunstwerk ab und war begeistert davon, wie der Florist meine Frühlingsphantasien umgesetzt hatte. Das ganze wurde dann mit einem weithin sichbaren Schild abgerundet, das ich noch am Morgen mit Papier, Karton, Kleber und Schere gebastelt hatte. 

Dann begann die Reise dieses kleinen Blumenwunders. Wie ein Wanderpokal wechselte es während des Empfangs seinen Ort und erschien immer dort, wo die Gäste und die Kameras hinschauten. Das Beste daran war, dass es nicht einmal geplant war, nicht im entferntesten. Es ergab sich, einfach so.

Der Regierende Oberbürgermeister Klaus Wowereit wurde denn auch gefragt, ob das Gebinde von ihm käme, worauf er auf uns verwies. Eins war nämlich ganz erstaunlich, und alleine das hätten wir gar nicht planen können: Wir, der Perlen Verlag, waren [soweit wir wissen und gesehen haben] die einzigen, die so ein Begrüßungsgeschenk mitbrachten. Niemand war darüber mehr erstaunt als wir selbst.

Suhrkamp-Geschäftsführer Thomas Sparr freute sich sehr über unsere kleine Aufmerksamkeit.

Die Verlegerin Ulla Unseld-Berkévicz war erstaunlich entspannt und aufgeräumt angesichts des Massenandrangs deutscher Kulturprominenz. Sie fand auch für jede und jeden etwas Aufmerksamkeit und freundliche Worte.

Gegenschuss: Da saßen sie alle im beheizten Zelt, während draußen bei -16 C die Wintersonne vom Zenith eines berlinblauen Himmels herab alles überstrahlte. Mit Peter Handke sprach ich etwas später und bedankte mich bei ihm dafür, dass er einen unserer Autoren, nämlich den schon genannten Alem Graboac, zum Schreiben ermutigt hatte. Sie waren sich in Barcelona begegnet und Handke muss sich wohl viel Zeit für den Anfänger genommen haben, der an seinem ersten großen Manuskript arbeitete. Es gibt nicht viele bekannte und erfolgreiche Schriftsteller, die sich um den Nachwuchs kümmern und die Mentorenrolle auf sich nehmen. Handke gab mir noch eines seiner dichterischen Orakel mit auf den Weg: „Richten Sie dem jungen Mann aus, er muss etwas auf seine Sprache aufpassen. Er schreibt so, als sei alles schon geschrieben worden.“ Ich weiß, was er meint. Aber ich weiß auch, dass es kein Fehler ist, kein Überschuss und kein Mangel, sondern ein Konstrukt. Und deshalb ist es Kunst und große Literatur. 

Nachlese zum ersten PERLENFEST

15. Oktober 2009

Am Samstag, den 10. Oktober 2009, haben wir endlich unsere erste offizielle Verlagsparty veranstaltet. Wir haben damit vielleicht so lange gewartet, weil wir im Bermudadreieck der Berliner Bohème wischen Kastanienallee, Schönhauser Allee und Lychener Straße  sowieso immer mitten in einer Nonstop-Party leben und arbeiten. Aber diesmal war es etwas anderes, das haben wir schnell gemerkt. Eingeladen hatten wir in meine Wohnung in der Hufelandstraße. Ich wohne seit 1993 im Bötzowkiez, gleich neben dem Volkspark Friedrichshain. Hier fühle ich mich zum ersten Mal zuhause in Deutschland. So sehr, dass ich letztes Jahr, das ich mit dem Executive Training Programm der Europäischen Kommission fast ganz in Tokyo verbracht habe, etwas zu spüren bekam, das ich bisher gar nicht kannte, nämlich echtes Heimweh.

Am Freitag vor dem Fest fuhren Ira Schneider, der Videokünstler aus New York, unsere Pressefee Christine Magdalene Noll und ich zum Einkaufen auf einen türkischen Markt im Wedding, gleich neben dem Gesundbrunnenzentrum. Das war ein Erlebnis! Diese Riesenauswahl, Qualität, Frische und vor allem die niedrigen Preise waren ziemlich überwältigend. Nun, unser politisch unkorrekter Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin würde wahrscheinlich mürrisch ergänzen, das sei ja wohl kein Wunder, wenn die Berliner Gemüsehändler keine Steuern zahlen. Wir kamen jedenfalls vollbeladen zurück und fingen gleich mit dem Kochen an. Um Mitternacht war das meiste vorbereitet.

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Christine und Ira bei den Vorbereitungen

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Das Ergebnis unserer ungeschriebenen Speisekarte:

  • Grünkohl mit Pinkel, der traditionellen Grützwurst, Schweinebauch und Kabanossi
  • Frittierte Hühnerflügel, und zwar fünf Kilogramm davon
  • Chicoree mit Schinken und altem Gouda überbacken in dunkler Biersauce
  • Hühnerkeulen gebacken mit Honig und Ingwer
  • Paccheri a la Reginaldo, die dickste italienische Nudelart – cottura 15 min – mit einem starkem, pikanten Sugo aus Zucchini, Auberginen, Kapern, Sardellen, grünen & schwarzen Oliven, Knoblauch und Pepperroni.
  • Häckerle vom frischen Matjeshering mit Apfelstücken
  • Ostpreußischer Kartoffelsalat mit Bouillon, Cornichons, Zwiebeln, Petersilie und viel, viel Mayonnaise
  • Spanischer Kartoffelsalat mit frischem Knoblauch und großblättriger Petersilie  in Zitronensaft
  • Pikante Avocadocreme
  • Thunfischpastete mit Zwiebeln, Kapern und Mayonnaise
  • Marokkanischer Couscous-Salat
  • Indonesischer Nudelsalat mit Shrimps und frischer Ananas
  • Eine Riesenschale Tzaziki mit viel Knoblauch
  • 25 frische Baguette

Am Samstag um Punkt sechs war alles fertig. Dann passierte die Katastrophe. Als gerade die ersten Gäste hereinkamen, brach vor unseren Augen mit einem riesigen Krach der mit allen Gerichten vollbeladene Tisch zusammen! Da hatten wir dem Tapeziertisch wohl doch zu viel zugemutet. Wir standen zuerst da wie angewurzelt im kollektiven Herzstillstand. Dann schalteten wir doch schnell, sprangen auf den Ground Zero in unserer Küche und retteten alles, bevor die Gerichte sich vermischen konnten. Das war knapp. Bis auf die ersten Gäste hat niemand etwas davon mitbekommen.

Gäste2kleinEs wurde dann auch ziemlich schnell voll.

Wir hatten unsere Gäste zwar ab 18.00 Uhr eingeladen und auch ermutigt, früh zu kommen. Doch wer hätte in Berlin damit gerechnet, dass Leute tatsächlich schon ab 18.00 Uhr kommen?! Wir waren auch überrascht und haben uns gefreut, wie viele Leute mit ihren Kindern gekommen sind. Sogar ein kleiner, gut gelaunter Hund namens Tim lief  allen zwischen den Beinen herum.

Rekord!
Wir haben von unserem Partner Braumeister e.V., dem Verein unabhängiger Brauereien, mit dem wir viel zusammen erlebt und angestellt haben in den vergangenen zwei Jahren, exzellente Biere von kleinen, handwerklichen Brauereien bekommen. Das waren zwei Kästen Distelhäuser, zwei Kisten Alpirsbacher, eine Kiste Leibinger und eine Kiste Schneider Weisse. Dazu kamen 64 Flaschen Wein aus unseren Beständen und von den Gästen. Es wurde alles ausgetrunken!

Nach einer kurzen Ansprach von Harald Steinhausen las unser erster Autor des Abends, Joachim Bohnert, aus seinem noch unveröffentlichten Manuskript Koks. Joachim Bohnert ist unsere literarische Geheimwaffe, ein philosophierender und musizierender Nonkonformist, der leidenschaftlich gegen die Gedanken-, Witz- und Sprachlosigkeit der deutschen Gegenwartsliteratur anschreibt. Sein vielfältiges und rasant wachsendes Werk stellt uns als jungen Verlag vor editorische Herausforderungen, denn er schreibt schneller als wir drucken können. Doch wir sind entschlossen, diesen Autor – möglicherweise eine humorvolle Wiedergeburt Heinrichs von Kleist – als das bekannt zu machen, was er ist: eine der raffiniertesten und heißesten Federn deutscher Sprache. Im Perlen Verlag ist von ihm bisher erschienen: das monarchomachische Theaterstück  Carlos. Szenen aus dem Leben des Infanten mit faszinierenden Bleistiftzeichnungen von Johannes Grützke;  Krimi, die satirische Dekonstruktion des ganzen Genres; die Ausreißernovelle See- und Bruchstücke nach Art des Johannes Chrysostomus Hochstetter; das düstere Kinderbuch Daniels Abreise. Und was wäre zu Koks zu sagen? Es ist eine ganz neue Gattung, ein Rezensionsroman. Und die Handlung? Ein gewisser Holger Treffeysen konnte seinen ersten Roman mit dem Titel Koks vor dem frühen Ableben nicht mehr fertig schreiben. Macht nichts. Dafür wird die Rezension dieses unfertigen Manuskripts ein Roman, eine funkelnd bösartige Abrechnung mit dem deutschen Literaturbetrieb. Bohnerts hinterlistiger Humor läuft hier zur Hochform auf, indem er einfach die dümmsten Rezensionstexte aus verschiedenen Zeitungen zusammenschneidet und für sich sprechen lässt.

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Der Journalist und Schriftsteller Alexander Osang, unser Autor Joachim Bohnert, im bürgerlichen Leben ein Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie, und Christine Noll, von der zu diesem Zeitpunkt auch klar war, dass sie das Geburtstagskind des Abends ist

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Aufruf zur nächsten Veranstaltung

Chris an der TechnikkleinUnser Vertriebs- und Marketingmann Chris Claussen an der Technik

Reginald_Jan HesskleinMit meinem alten Japan-Reisefreund und Serial Entrepreneur Jan Michael Hess von Mobile Economy GmbH und adbento, einem frisch gegründeten „consumer recommendation network“

Als nächstes war das erste Video von Ira Schneider dran, eine zehnminütige Aufnahme von 1984 unter dem Titel A Weekend on the Beach with Jean-Luc Godard, in dem auch zwei damals noch weniger bekannte Personen sich am Strand von Californien tummelten, nämlich Heiner Müller und Wim Wenders. Das zweite Video war dann etwas mehr Hardcore, nämlich ein 40-minütiges Interview mit dem genialen amerikanischen Architekten, Erfinder und Philosphen Buckminster Fuller von 1970, ein „rap on the history of civilization & ecology“. Er war der Mann, der Mitte der fünfziger Jahre den Ausdruck Raumschiff Erde prägte.

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Bucky Fuller vor einer seiner berühmten Kuppellkonstruktionen

Trixi4kleinDaniela und die fabelhafte  Trixi, die viele der Photos hier geschossen hat

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Zwischendurch immer wieder einmal ein Abschied. Wir hatten insgesamt über 80 Gäste.

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Animal InternationalkleinDer Schauspieler und Sänger Matthias Kopetzky mit der Band Animal International und ihrem Kästner Projekt

Anja Osang_Markus SchäferkleinAnja Osang von der Berliner Zeitung und der Regisseur Markus Schäfer

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Hinten sucht der Schriftsteller, Islamwissenschaftler und Übersetzer Stefan Weidner , mit dem wir im Sommer ein wirklich großartige Veranstaltung im Haus der Kulturen der Welt zu unserer Veröffentlichung Kritik der arabischen Vernunft gemacht haben, etwas in dem Chaos der Küche.

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Klar, ab einem gewissen Punkt wird die Sache unübersichtlich…

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Utzi hat tatsächlich ein nicht-alkoholisches Getränk gefunden

Vanessa_Leaklein Unsere Praktikantin Vanessa und Lea Dittbrenner vom Multimediaprojekt Watch my City und von unseren Partnern Braumeister e.V.

Christine_HaraldkleinChristine Noll und Harald Steinhausen

Reginald_HaraldkleinDie Verleger Regi and Harry on a tough party job

Antje_Mihyun SonAntje, die Galeristin Mihyon Son aus Südkorea und Julie

Dann kam noch der letzte Programmpunkt, die Lesung von Alem Grabovac aus seinem illustrierten Roman Der 53. Brief mit einem eigenen Hörspiel. Worum geht es?

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Der Kulturjournalist Malik schreibt aus der Zehn-Millionen-Metropole Atopos an seine Ex-Geliebte Stella in Berlin, mit der er eine dreijährige Trennungsphase vereinbart hat. Doch die Briefe schickt er nie ab.

Die Themen dieser Briefe sind Maliks Erfahrungen in diesem Paralleluniversum, wo er einerseits als Prostituierter die sexuellen Wünsche seiner Kundinnen kennen lernt, andererseits philosophische und dichterische Zitate der Liebesliteratur seit der Antike sammelt, mit denen er eine Liebesillusion am Leben erhält. Die Briefe des Malik zeichnen das traurig-komische Portrait eines modernen Städters und halbgebildeten Bohemiens, der zerrissen von Ängsten und unfertigen Reflexionen zu keiner echten Liebe fähig ist. Und doch hat er faszinierend tiefsinnige Momente, denn im Widerspruch zu seinem narzisstischen Charakter stehen seine lyrischen Naturbeobachtungen, die feinsinnigen Profile seiner weiblichen Freier und eine raffinierte Psychologie der männlichen Prostitution.

Malik macht gelegentlich Photos und Tonaufnahmen mit seinem Diktiergerät, die irritierend abweichen vom Inhalt der Briefe und so die blinden Flecken von Maliks Selbstwahrnehmung beleuchten. Selina Schwank hat der Halbrealität von Atopos und Maliks Eindrücken mit ihren Photos ein monochromatisches Auge eingesetzt. Christian Eckert, Harald Steinhausen und Irek Szumlanski haben aus den Tonbandaufzeichnungen das Hörspiel Maliks Tapes gemacht und erweitern den Briefroman damit um eine neue Dimension des literarischen Erlebens.

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Alem Grabovac

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Das Hörspiel läuft, hier kann man reinhören

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Es war ein schöne Fügung, dass zu dieser Lesung von Alem Grabovac ausgerechnet die Bestsellerautorin mit dem Pseudonym Sonia Rossi, die mit ihrem Buch Fucking Berlin bekannt wurde,  in privatissimo zugegen war – weshalb wir auch nur dieses Pressefoto von ihr zeigen. Hier eine spannende Besprechung ihrer Autobiographie als Studentin und Teilzeit-Hure in der BRIGITTE.

DieDrei1Die drei Grazien Anna, Katy und Melli von der Agentur Stadtmuster, mit der wir die Lange Nacht des Buches planen, bei der fast alle Autoren des Perlen Verlags lesen werden.

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Ira SchneiderkleinIra Schneider

AfterParty1kleinAfter the party

Christine2kleinJetzt kann sich auch Geburtstagskind Christine endlich entspannen

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Torsten, Massimo und Silvano von Animal International spielen dann noch ein bisschen für uns in der Küche – bis um 6 Uhr morgens

Alles begann in Leipzig

17. April 2009

Der Perlen Verlag besteht schon seit mehreren Jahren. Doch erst jetzt, auf der Leipziger Buchmesse, sind wir das geworden, was wir von Anfang an sein wollten: eine Bande von Buchmachern, die alles anders macht als die anderen und die sich traut, was die anderen sich nicht trauen. Doch zuvor mussten wir erst einmal bis nach Leipzig kommen! Im Dezember war die Übersetzung der Kritik der arabischen Vernunft noch nicht einmal begonnen und der illustrierte Briefroman mit Hörspiel Der 53.Brief  war weder lektoriert, noch gab es Illustrationen und von einem Hörspiel gab es nicht mehr als die Idee. Erst Anfang März fiel uns auf, dass wir ja gar kein Verlagsprogramm 2009 hatten! Auf unsere erste Buchmesse ohne Programm? Auf keinen Fall. Wir hatten bisher immer wieder neue Programme geschrieben, zwei DIN A4-Doppelseiten aus dem Tintenstrahldrucker auf A5 gefaltet und geheftet, in denen nur die Bücher standen, die wir bereits veröffentlicht hatten. Jetzt ging es erstmals darum, das wir unsere noch nicht gedruckten, aber geplanten Titelfür das ganze Kalenderjahr ankündigen. Aber dazu mussten wir diese ja auch erst einmal planen, das heißt Projekte und Manuskripte auswählen, passende Titel beschließen, Dummy-Titelbilder entwerfen, vorläufige Preise berechnen, ISBN-Nummern zuweisen, die Programmtexte zu diesen Titeln schreiben sowie ein prickelndes Verlagsprofil, was ungefähr so ist wie mit einem Fischnetz hinter einer Fliege her zu sein. Und das alles in zwei Tagen, denn dann ist der Drucktermin, damit die Programme rechtzeitig zur Messe angeliefert werden können. Es war ein 48-Stunden-Marathon, ein Horror! Am Ende hatten wir ein 12-seitiges DIN-A4 Programm, dessen Umfang und Qualität mich überrascht hat. Hike Pindur hat sich selbst übertroffen mit den Dummy-Titeln, die einfach spitze aussehen. Man kann sich nur auf die Bücher freuen, wenn man sie so angekündigt sieht. Ich druckte es aus um es auf dem Workshop vorzustellen, den wir am letzten Wochenende vor der Messe machten, um den Ablauf, die Organisation, die Ziele und die gemeinsame Linie für die Veranstaltung festzulegen. Mann, das war ein Effekt! Hier ist unser neues Mission Statement, unsere Philosophie, unser Verlagswappen:

Wir sind ein junger, ehrgeiziger und engagierter Berliner Verlag. Wir machen das, was die großen Verlagshäuser sich nicht trauen, nicht können und nicht verstehen. Die einfachen Dinge überlassen wir anderen. Wir suchen das Anspruchsvolle, Komplexe, Spannende und Beziehungsreiche. Wir sind literarisch und intellektuell unersättlich neugierig. Wir nutzen offensiv alle digitalen Medien, entwickeln neue Formate und finden den Ausspruch „Bücher sind Websites, die man bindet“ (Thierry Chervel, Perlentaucher) großartig. Jedes Buch stiftet eine Gemeinschaft von Lesern. Wir wollen Bücher heute so produzieren, dass ihre Leser sich tatsächlich begegnen und austauschen können, dass der Buchrücken kein Ende ist, sondern eine Eintrittskarte.

Wir bieten Lese-, Hör- und Denkerlebnisse, die man nicht so schnell vergisst. Idealerweise sind unsere Bücher Anlässe für weitere Artikel, Essays und Bücher. Oder für ein herzliches Lachen, weil nichts so erfrischend ist wie ein intelligent gekitzelter Verstand.

Wir suchen Ideen, Menschen und Manuskripte, die zu dem passen, was wir sind, und was wir bieten wollen. Es ist nicht die handwerkliche Perfektion oder die literarische Akrobatik, die uns anzieht, sondern das Neue, Ungedachte und Unerwartete.

Zwei Tage später, am Montag vor der Buchmesse, gingen wir noch einmal unsere Checkliste durch und holten das Auto ab, einen 7-sitzer, der uns heil nach Leipzig und zurück bringen sollte. Das Angebot von www.die-ente.de war unschlagbar:  einen Plymouth Voyager, unbegrenzte Kilometer, € 199,- für eine ganze Woche. Dann war ich doch etwas überrascht, wie abwrackwürdig das Fahrzeug aussah mit den vielen Kratzern und dem Werbeaufkleber „Hässliches Entlein“, ganz zu schweigen von der fehlenden Zentralverriegelung und dem Kassettenrecorder an Bord. Wer hat denn noch Kassetten?  Waren die nicht schon 1995 aus der Mode, dem Baujahr dieses Ungetüms? Das ist eben das gar nicht dumme Geschäftsmodell der Vermietung, das am Ende auch für uns aufgegangen ist.


Die letzten Vorbereitungen im Berliner Büro

abfahrt_leipzigSixpack bei der Abfahrt nach Leipzig
Alem, Ulli, Lea, Cilly, Christine und Harald

…und das Video dazu

Mit sieben Leuten, ihrem Gepäck, den Büchern und der Ausrüstung war auch der letzte Kubikzentimeter ausgefüllt. Bücher waren verstaut unter Sitzen und in allen Ritzen. Die auf den beiden Hinterbänken sitzenden mussten wir einmauern. Wir kamen uns vor wie eine türkische Familie unterwegs zum Bosporus oder einer jener komplett überladenen Busse, die durch die Anden brettern. Es lief alles glatt, das Wetter lachte uns an und wir hatten eine kurze und unterhaltsame Fahrt.

ankunft_am_standjpgAnkunft am Stand und Aufbau

 


Ankunft bei der Seeperle im Süden von Leipzig 

Auf der Rückfahrt vom Messegelände zu unserem Unterschlupf haben wir noch Christian Eckert aufgegabelt und alle zusammen noch einen Aldi überfallen.  

 


Frühstück mit unserem Gast
Vincent von Wroblewski

 


Abendessen in der Perlen WG

 


Unangemeldete Demo 

 

 

 

 

Ein großer Moment!

11. Januar 2009

Mensch, bin ich erleichtert! Gestern habe ich alle Bücher und Manuskripte für den Jurypreis der Leipziger Buchmesse fristgerecht an das LCB Literarische Colloquium Berlin abgeschickt. Es geht dabei nicht nur um die Preise und das Geld, immerhin insgesamt 45.000 Euro, je 15.000 Euro in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung. Viel wichtiger ist, dass wir jetzt mit fünf neuen Büchern in allen drei Kategorien vertreten sein werden. 

Der 53. Brief, ein multimedialer Briefroman von Alem Grabovac (Manuskript, Kategorie Belletristik)

See- und Bruchstücke nach Art des Johannes Chrysostomus Hochstetter, ein Ausreißerroman von Joachim Bohnert (Buch, Kategorie Belletristik)
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Das Ende der Bundesrepublik. Demokratische Revolution oder Diktatur in Deutschland, eine Gebrauchsanleitung zur Wiederherstellung der Republik von Reginald Grünenberg (Buch, Kategorie Sachbuch)

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Grundmuster abendländischer Überlieferung. Eine Einführung in das philosophische Denken von Thomas Flügge (Buch, Kategorie Sachbuch)

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Kritik der arabischen Vernunft - Die Einführung von Mohammed Abed al-Jabri (Manuskript, Kategorie Übersetzung)

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Bei zwei Titeln war die Einhaltung dieser Frist eine echte Herausforderung. Das erste musste über die Feiertage komplett redigiert und lektoriert werden, das digitale Ausgangsmanuskript war voll von falschen Formatierungen, orthographischen Fehlern und vor allem noch in der alten Rechtschreibung verfasst. Diese Arbeit blieb an mir hängen. So lernte ich aber das Manuskript nach anfänglicher totaler Ablehnung schätzen. Jetzt ist es in einer Form von der ich glaube, dass daraus doch ein wirklich erfolgreiches Buch wird. Dennoch haben wir uns überlegt, dass wir Richtlinien für Manuskripte festlegen und auch auf www.perlenverlag.de stellen. Grundsätzlich soll gelten: 1,5 Zeilenabstand, keine Formatierungen (Tabs, leere Absatzzeichen, mehrere Leerzeichen hintereinander etc.), Rand links 2,5 cm und rechts 4 cm für Korrekturen und natürlich neue Rechtschreibung! Wer sich Autor und Schriftsteller nennen will, der muss diese Grundregeln des Handwerks beherrschen. Es kann nicht sein dass wir Stunden und Tage an Arbeitskraft investieren um diese Manuskripte überhaupt erst einmal in lektorierbare Form zu bringen.

Bei der Einführung in die Kritik der arabischen Vernunft lag die Herausforderung dagegen in der Übersetzung. Der bekannte Sartre-Übersetzer Vincent von Wroblewski und seine Tochter Sarah Dornhof haben dieses faszinierende Werk des in Marokko lebenden Philosophen Mohammed Abed al-Jabri in einer tour de force innerhalb von nur drei Wochen übersetzt und damit mehr als einen Monat früher abgeliefert als ursprünglich geplant. Gerade dieses Manuskript wollten wir unbedingt beim Jurypreis der Buchmesse Leipzig einreichen, denn in der Kategorie Übersetzung wird es vermutlich nicht so starke Konkurrenz geben. Außerdem ist die vierbändige Kritik der arabischen Vernunft ein faszinierendes Werk, das weltweit zum ersten Mal außerhalb des arabischen Kultur- und Sprachkreises veröffentlicht wird, nämlich in unserem Verlag in deutscher Sprache. Vielleicht wird das endlich der Auftakt für eine arabische Reformation, die mittelbar aus Deutschland kommt und in die islamische Welt hineinwirkt. Wir haben einige hervorragende Islam- und Korangelehrte wie Christoph Luxenberg, ein Libanese der unter diesem Pseudonym an einer  kritischen Ausgabe des Korans arbeitet, der seit Jahrhunderten grandios fehlübersetzt wird weil kaum noch jemand seine syro-aramäische Ursprungssprache beherrscht. 

Jedenfalls haben wir jetzt alles getan, um die Buchmesse in Leipzig auch von dieser Seite gut vorzubereiten. Wir werden allmählich ein richtig seriöser Verlag und ich kann es kaum glauben wenn ich diese Reihe wirklich großartiger Bücher sehe, die wir bisher gemacht haben und die wir in Planung haben.


 

 


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